Wir hatten fast die Hälfte des Weges hinter uns, als mein Stroganoff kräftig zu lahmen anfing. Sofort bin ich abgestiegen und habe den lahmenden Jungen nach Hause geführt. Für mich und Stroganoff war der Ausritt somit beendet. Die anderen vier konnten ihren Ausritt weiterführen und haben dort noch einiges erlebt. So sind sie auf einem schmalen Weg an der Agger entlang galoppiert, an Weiden mit jungen Kaltblütern vorbei gekommen und über Bächlein gesprungen.
Im Stall, wo ich mittlerweile auf den Tierarzt wartete, dem Ursula Büchel-Knipp freundlicherweise hinterher telefonierte, trafen wir uns alle wieder. Stroganoffs Pech war, dass unser Tierarzt im Urlaub war, die Vertretung gerade ein gebrochenes Bein Mönchengladbach behandelte, so dass wir notgedrungen drei Stunden warten mussten bis wir Klarheit hatten. Das Problem war, dass Stroganoff sich in der Wartezeit immer wieder hinlegen wollte und sein ganzer Bewegungsapparat auszufallen schien, denn auch die Hinterhand schien er nicht mehr richtig koordinieren zu können. Der Tierarzt konnte zum Glück feststellen, dass er sich "nur" einen spitzen Gegenstand eingetreten hatte, was sehr schmerzhaft gewesen sein musste. Durch die Entlastung des einen Beines und die Fehlbelastung auf den anderen Drei, hatte sich wahrscheinlich ein Nerv eingeklemmt, wodurch das Schwanken der Hinterhand zu erklären war. Stroganoff wurde behandelt und bereits am nächsten Tag ging es ihm schon viel besser.
Zum Glück ging hier noch einmal alles glimpflich aus, wobei sich wahrscheinlich ein Hufgeschwür bilden wird und ich die nächste Zeit wohl nicht mit reiten kann, aber Vorfreude ist die schönste Freude, denn der nächste Ausritt der Haflingerreiterinnen von Windhausen kommt bestimmt!